MMS


- Unterricht
  in einer Schwerpunktschule
Berufsorientierung
 
Schwerpunkt Musik
 
Digitale Grundbildung
Unterricht
Pädagogisches Konzept


Die Musikmittelschule Ferdinandeum hat bei Insidern einen guten Ruf, ist allerdings insgesamt bei den Eltern der Volksschüler*innen zu wenig bekannt („Ich habe gar nicht gewusst, dass es eure Schule gibt!“)

1) Begabten- bzw. Begabungsförderung
Die Musik ist das Herzstück der Musikmittelschule Ferdinandeum. Neben musikalischer Förderung, die über das im Schulsystem verankerte Maß hinausgeht (Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung am Musikgymnasium Dreihacken, zusätzliche Stunden im Sologesang,…), werden Einzelbegabungen durch Differenzierungs- und Individualisierungsmaßnahmen im Unterricht (insbes. in den Teamteachingstunden) gezielt gefördert. Eine Schülerin der 4. Klasse VS besucht bei uns für zwei Wochenstunden den Mathematikunterricht in der 1. Klasse. Je nach Begabung und Talente der SuS können diese in der 3./4. Klasse je zwei Unterrichtsstunden selbst wählen. Die Hauptgegenstände legen die Schwerpunktsetzungen auf:
Deutsch: Schreib- und Theaterwerkstatt
Englisch: mündlicher Sprachgebrauch - Conversation
Mathematik bzw. NAWEX: mathematische Rätsel und Förderung des logischen Denkens bzw. Experimentierens

2) Zusätzliche musikalische Förderung
Sowohl im Ensembleunterricht als auch im chorischen Bereich haben wir die Möglichkeit unsere Schüler*innen gezielt zu fördern.

Schüler*innen, die ihre Ausbildung im Musikgymnasium fortsetzen möchten, werden gezielt auf die Aufnahmeprpfungen vorbereitet.

Im Bereich Sologesang gibt es immer wieder spezielle Betreuung für die Musicaldarsteller*innen bzw. für Interessent*innen für eine Gesangsausbildung am J.J. Fux Konservatorium oder an der Universität für darstellende Kunst.

3) Flexible Differenzierungsmaßnahmen
Differenzierungs- und Individualisierungsmaßnahmen sind vor allem im Teamteachingunterricht usus. Die SPF-Kolleginnen unterstützen zusätzlich die Schüler*innen mit Lernbehinderungen.
Grundsätzlich ist es den Kolleg*innen ein Anliegen, leistungsschwächere SuS sowie besondere Leistungsanreize für leistungsstärkere Kinder anzubieten.

Wenn es sinnvoll erscheint, wird auch gerne auf das Helfersystem (Stärkere helfen Schwächeren) zurückgegriffen.
Differenziert wird grundsätzlich auf allen vier Schulstufen in möglichst allen Gegenständen.

4) Förderung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen (SPF)
In drei von insgesamt acht Klassen sind sieben SPF-Schüler*innen, die in 21 Wochenstunden in den Fächern D, E und M speziell entsprechend ihrem Wissensstand von zwei ASO Lehrerinnen (Fr. Baumegger und Fr. Hentsch) gefördert werden. Die schulischen Unterstützungssysteme setzen sich aus der Direktion, den ASO-Lehrer*innen, den Fachlehrer*innen, der Beratungslehrerin (Fr. Groß), der Schulärztin (Fr. Dr. Rapp), dem Krisenteam, dem FIDS und der Schulpsychologie zum Wohle unserer Kinder zusammen.

5) Förderunterricht (FU)
Der Förderunterricht impliziert an der Musikmittelschule Ferdinandeum die Aspekte des Stützens und des Förderns. Das pädagogische Konzept unserer Schule sieht vor, dass der Förderunterricht sowohl integrativ im Rahmen des Teamteachings als auch an zusätzlichen Fördereinheiten (am Nachmittag) stattfindet
1. Klasse: plus jeweils 1 Stunde in Deutsch, Mathematik und Englisch
2. – 4. Klasse: plus jeweils 0,5 Stunden in Deutsch, Mathematik und Englisch
Lern- und Konzentrationstechniken in SL und den einzelnen Unterrichtsfächern

6) Digitale Kompetenz
Zur Erreichung einer zeitgemäßen digitalen Kompetenz werden auf der 5. und der 6. Schulstufe eine Wochenstunde Informatik angeboten. In der 1. Klasse erlernen die Schüler*innen im Rahmen dieses Unterrichtsgegenstandes auch das 10-Finger-Tastsystem (10 Kleine Fingerlein). Die Office Module, der sinnvolle Umgang mit dem Internet (Workshops – Schwerpunkt im EP der letzten Jahre), das Verfassen von E-Mails, … bilden die Unterrichtsinhalte der ersten beiden Klassen. Die Schüler*innen der 3. und 4. Klassen können eine zusätzliche EDV-Stunde als verbindliche Übung wählen.
7) Gesundheitserziehung
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Graz nehmen wir am Projekt „Fit im Klassenzimmer“ teil. In allen Klassen finden immer wieder Projekte, Vorträge und Workshops zum Thema psychische und physische Gesundheit statt. In EH wird Bezug auf gesunde Ernährung genommen und auch dementsprechend gekocht. Der Sportunterricht zeigt den Schüler*innen viele Möglichkeiten auf, ihren Körper zu trainieren – die Schüler*innen lernen neben dem regulären Turnen auch viele alternative Sportarten (Kegeln, Golf, Tanz, Sqash, Frisbee,…) kennen. Die STB hat schon seit einigen Jahren fix verankert jeden Montag das Sportprogramm „Fit & Fun“.

8) Förderung der sozialen Kompetenz und Persönlichkeitsbildung
An unserer Schule gehört es zum Selbstverständnis und es wird viel Wert darauf gelegt, dass alle Personen der Schulpartnerschaft (Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen, der Schulwart, und der Reinigungsdienst) miteinander höflich, respektvoll und wertschätzend umgehen. Auch im Umgang mit den anderen beiden im Hause befindlichen Schulen pflegen wir ein gutes Miteinander. Um die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schüler*innen bestmöglich zu unterstützen, gibt es folgende pädagogische Maßnahmen:
• Soziales Lernen (1. und 2. Klasse je 1 Wochenstunde, 3. und 4. Klasse je 0,5 Wochenstunden) – in Zusammenarbeit mit Vivid +
• Beratungslehrerin Fr. Groß
• Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe von Musik (Auftritte, Aufführungen, Chor- und Ensemblestunden, …)
• Portfolioarbeit (z.B.: Stärkenportfolio)

9) Lesen
An der Schule wird seit mehreren Jahren besonderes Augenmerk auf das Lesen gelegt. Zusätzlich kommen für eine Stunde pro Woche. Lesepatinnen (Fr. Rücker, Frau Wohlfahrt, Frau Prisching, Frau Schantl,…) für schwache Leser*innen an die Schule. In diesem Bereich gibt es auch eine Kooperation mit der VS Ferdinandeum.

10) Deutsch als Zweitsprache (DAZ)
Derzeit (Stand: 08.03.2019) besuchen zwei außerordentliche Schüler*nnen die Musikmittelschule Ferdinandeum. Odin erhält eine Wochenstunde Deutschunterricht außerhalb des Klassenverbandes, die zweite Schülerin (Ksenija) ist erst zu Semester an unsere Schule gewechselt (vorher BG Körösi). Für uns ist es selbstverständlich, dass diese Kinder im Regelunterricht bestmöglich integriert und differenziert unterrichtet werden.
28 Schüler*innen nichtdeutscher Muttersprache erhalten zusätzlich in Gruppen zehn Wochenstunden Deutschunterricht (integrative Deutschförderklassen)